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Grenzgänger - Ebiketour vom Gailtal nach Paluzza

Hallo liebe E-Bike community heute mal keine Technik-tipps, bike-reviews oder eine Destinationsvorstellung. Heute möchte ich euch auf eine wirklich coole E-Bike Tour mitnehmen, die ich auch schon vor einigen Jahren, damals noch mit einem Bio-Bike, gemacht habe.

Landschaftlich, geologisch und geschichtlich höchst interessant! Die Grenze zwischen Österreich und Italien ist bestimmt durch die karnischen Alpen. Sanfte Almgegenden, aus denen immer wieder schroffe Felsformationen, so wie man sie aus den Dolomiten kennt, herausragen. Aus geologischer Sicht ebenfalls höchst interessant, da vor 400 Millionen Jahren in dieser Region ein rauschendes Meer war, findet man neben unzähligen Felsarten auch immer wieder versteinerte Korallen und Meeresschnecken. Aus historischer Sicht wird man überall in der Gegend mit den Stellungen, Heldenfriedhöfen, Militärstraßen und Gedenktafeln an die Ereignisse von 1915 - 1918 erinnert.

Startpunkt der Tour ist Kötschach-Mauthen

Ausgehend von unserem Startpunkt folgen wir dem R3, der sich durch das gesamte Gailtal zieht und fast abseits vom Verkehr neben dem Gailfluss verläuft, bis Goderschach. Ganz leicht bergab, ideal zum Einrollen.

Erster Anstieg zur Straniger Alm

In Goderschach biegen wir ab und nehmen die Auffahrt zur Straniger Alm in Angriff. Die Auffahrt erfolgt größtenteils über eine bewaldete Forststrasse. Das Gute an dem Umstand, dass fast alle Hütten bewirtschaftet sind und über für die Öffentlichkeit frei befahrbaren Forstwege zu erreichen sind. Das nicht ganz so tolle ist der Umstand, dass auch faule Zeitgenossen mit ihren Autos auf die Almen fahren, jedoch ist der Andrang überschaubar. Oben angekommen erwarten den Besucher eine urige Jause mit regionalen Produkten und andere Köstlichkeiten. Da wir aber erst nachmittags zur Tour aufgebrochen sind und sich die ersten Gewitterwolken auftürmen und wir bereits die ersten Tropfen spüren, entscheiden wir uns zur sofortigen Weiterfahrt nach Italien um die vom Wetter begünstige Bergseite zu erreichen.

Blick übers Gailtal Richtung Villach

Blick übers Gailtal Richtung Villach

Italien bereits in Griffweite

Weiter den Berg hoch Richtung Italien. Ein kleines Stück folgen wir dem Geotrail, einem Schaulehrpfad mit Hinweisschildern zu den geologischen Besonderheiten der Region. Kurz danach biegen wir zur Grenze ab. Ein Hinweisschild und ein ein rot-weiss-roter Schlagbaum im Niemandsland zeigen uns, dass wir jetzt in Italien sind. Kein Mensch, kein Zollhäuschen oder irgend was anderes in Sicht weit und breit außer unberührter Natur.

Grenzübergang im Niemandsland

Grenzübergang im Niemandsland

Über Schmugglerwege und alte Militärstrassen weiter nach Paularo Unser Weg führt uns weiter nach Paularo. Landschaft und Straßenbeschaffenheit sind vielfältig. Anfänglich über steile mit Steinen in Beton eingelassene, enge kurvige Strassenabschnitte geht es bergab. Anfangs noch durch einen Gebirgswald, vorbei an Wasserfällen und über enge Schluchten und in den Berg gesprengte enge Tunnel.

Enge Straßen und in den Berg gesprengte Tunnels

Enge Straßen und in den Berg gesprengte Tunnels

Almlandschaft mit traumhaften Ausblicken

Über die kaum befahrenen Straßen, die über die typisch italienische Almlandschaft führen, öffnet sich immer wieder das Tal und lässt atemberaubende Ausblicke zu. Wir rollen immer weiter talwärts und es tauchen immer mehr Steinhäuser im typisch italienischem Stil auf.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Paularo - immer einen Stop wert

So rollen wir nach Paularo. Obwohl Luftlinie nur ca. 15 Kilometer von Österreich entfernt hat man das Gefühl im tiefsten italienischen Hinterland zu sein. Italien so wie man es aus den Filmen der 80er Jahre kennt und weit und breit kein einziger Tourist. Das merkt man auch an den Preisen. Im besten Cafe im Ortszentrum lassen wir uns zwei Aperol bringen. Liebevoll garniert mit Früchten und in riesigen Gläsern serviert, mit den obligaten „patatini“ um unglaubliche € 2,50. Weil es so gut war, mussten wir das Erlebnis noch einmal wiederholen.

Da kommt richtiges italienisches Lebensgefühl auf

Da kommt richtiges italienisches Lebensgefühl auf

Letzter Anstieg - der hat es aber in sich!

Unser Ziel ist Paluzza. von hier gibt es zwei Möglichkeiten den Endpunkt zu erreichen. Entweder über die wenig befahrene Bundesstrasse oder über enge Wege im Outback. Natürlich haben wir uns für die zweite Variante entschieden, die jedoch teilweise so steil war, dass selbst unsere Ebikes in der höchsten Stufe uns zum Absteigen zwangen. Den höchsten Punkt erreicht, treffen wir wieder auf die Passstraße und gleiten von hier entspannt die letzten Kilometer nach Paluzza, wo unser Ziel die Pizzaria Torate auf uns wartet.

Holzofen Pizza bildet krönenden Abschluss

Pünktlich um 19:00 Uhr erreichen wir die Torate in Paluzza. Holzofen Pizza und das eine und andere Glas Cabernet bildet einen würdigen Ausklang für eine wirklich wunderschöne Tour, die eine beeindruckende Vielfalt von Landschaftsformen bietet und den E-Biker in zwei gänzlich unterschiedliche Kulturwelten eintauchen lässt. Wir werden von hier aus per Auto wieder zurück nach Kötschach transportiert. 40 km und ca. 1400 hm haben wir absolviert. Wer das Ganze als Tagestour fahren möchte kann über den Plöckenpass wieder zum Ausgangspunkt zurück radeln. Dafür sind noch weitere 60 Kilometer einzuberechnen. Egal für welche Variante man sich entscheidet, die Tour ist absolut atemberaubend und sehr zu empfehlen.

Bei diesem Anblick rinnt das Wasser im Mund zusammen

Bei diesem Anblick rinnt das Wasser im Mund zusammen

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Liebe Bike Freunde wenn Euch der Blog und die Tour nach Italien gefallen haben, dann teilt den Blog und gebt mir ein like. So keep on biking and keep on storming: wünscht Euch Euer E-Bike Botschafter und Bike Blogger Andi Lutche